Australien

Yulara – Das Herz Australiens

By on 21. Oktober 2018

Angekommen im Outback Australiens nach ca. 3 h Flugzeit (nonstop), weit und breit sah man stundenlang nichts. Es war wirklich beeindruckend eine solche Weite zu sehen. Ich flog mit Virgin Australia, absolut zu empfehlen und vergleichbar mit Lufthansa.  Mein Aufenthalt war für 3 Tage in einem kleineren Ort namens Yulara nahe des Ayers Rock. Um einem die Entfernungen bewusst zu machen, sage ich immer wieder gerne, dass das nächste Mc Donalds 447 km von Yulara entfernt ist. Wahnsinn, oder?

Transfer

Um touristische Orte und Menschenmassen zu vermeiden mietete ich mir mit meiner Reisebegleitung ein Auto bei Avis direkt am Flughafen. Die Abwicklung klappte unheimlich gut und wir bekamen ein riesiges Auto. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass es die beste Entscheidung war auf eigene Faust zu reisen. Vor unserer Anlage hatten wir einen kostenlosen Parkplatz. Man trifft nur wenige Autos auf den Landstraßen, das macht das Fahren im Outback sehr einfach. Keine Ampeln, keine großen Städte – alles easy. Man kann überall am Straßenrand anhalten und Fotos schießen. Die Abgabe des Autos funktionierte auch einwandfrei. Wir bekamen sogar noch 30 € Rabatt, da der Tank zu Beginn nicht komplett voll war.

Unterkunft

Es gibt nicht wirklich viele Möglichkeiten, um in der nähe des Parks zu übernachten. Yulara ist ein winziger Ort bestehend aus einer Tankstelle, einem Supermarkt, Touri-Shops und ein paar wenige Hotels und ein Hostel. Man könnte als günstigste Variante aber auch auf dem Camping Ground schlafen. Unsere Unterkunft war die „Outback Pioneer Lodge“. Sie besteht aus Hotel und Hostelzimmern. Das Hostelzimmer war eine absolute Überwindung für mich. Es war sauber, aber sah aus wie im Gefängnis. Ich hatte ein gemischtes 4er Zimmer und war tatsächlich froh, wenn die Nächte rum waren. Das Bad war ein Gemeinschaftsbad mit ca. 10 Duschen in einem halboffenen Gebäude. Am besten schaut ihr niemals an die Decke (falls jemand Angst vor Spinnen hat). 😀 Ich würde jedem empfehlen, der auf etwas Komfort achtet das Hotel zu bevorzugen. Die Anlage ist ansonsten super. Man hat einen Pool, ein Restaurant und eine Imbissbude. Für Souvenirs gibt es auch einen kleinen Shop. Geht man den angelegten Weg hinter die Anlage findet man ein kleines Look Out, wo man einen wunderbaren Blick auf den Uluru werfen kann. WLAN ist im Hostel nicht inklusive gewesen und kostete $ 10 für 24 h.

Aktivitäten

Um mit dem eigenen Auto in den Nationalpark zu kommen müsst ihr an der Eingangschranke (oder online) einen Pass kaufen. Mit dieser Karte könnt ihr 3 Tage lang im Nationalpark umherfahren. Der Park schließt am Abend zwischen 19:30 und 21:00 je nach Jahreszeit. Zelten ist im Park nicht erlaubt.

Hauptattraktion ist natürlich der Ayers Rock – auch Uluru genannt. Er wird auch als Heiliger Berg der Aborigines bezeichnet, auf Grund seiner spirituellen Relevanz für die Traumzeit-Erzählungen. Ab Oktober 2019 darf dieser Berg nicht mehr bestiegen werden, welches für Touristen eine Hauptattraktion darstellt. Ich für mich habe entschieden dies nicht zutun und den Wunsch der Einheimischen zu berücksichtigen. Stattdessen kann man auch den Uluru Base Walk machen, um den Berg zu umrunden (10,6 km – 3,5 h) oder einer der kürzeren Strecken:

Mala Walk (2 km – 1,5 h); Kuniya Walk (1 km, 30-45 Min); Dune Walk (500 m – 45 Min.); Talinguru Nyakunytjaku (Sonnaufgang und Sonnenuntergang betrachten)

Es gibt hier auch tägliche, kostenlose Führungen mit einem Ranger – der Mala Walk (ab 8 Uhr, Dauer 1,5-2 h). Dort lernt man einiges über die Kultur der Anangu und die Bedeutung des Uluru.

Ein weiteres Highlight im Nationalpark sind die Kata Tjuṯa (die Olgas). Sie sind eine Gruppe von 36 Bergen etwa 51 Kilometer entfernt von dem Ort Yulara. Auch dieser Ort ist heilig und nur besimmte Abschnitte sind für Besucher freigegeben.

Hier gibt es folgende Wanderstrecken und Aussichtspunkte:

Kata Tjuta Dune Viewing – Ein guter Platz, um den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu betrachten. Hier führt ein behindertengerechter zum Aussichtspunkt auf die Berge. An diesem Ort hatte ich mein erstes Erlebnis mit einer giftigen Schlange.

Kata Tjuta Sunset Viewing – Der perfekte Platz für eine schöne Aussicht beim Sonnenuntergang

Walpa Gorge Walk – 2,6 km – 1 h

Valley of Winds Walk – 7,4 km – 4 h. Man kann den Weg aber abkürzen, wenn man nicht die komplette Runde gehen möchte und stoppt dann entweder beim Karu Aussichtspunkt (2,2 km – 1 h) oder beim Karingana Aussichtspunkt (5,4 km – 2,5 h).

Ich wanderte die komplette Runde und habe etwas weniger als 4 h benötigt. Unterschätzt die Wanderung nicht, denn nicht ohne Grund werden die Wege ab 11 Uhr bei über 36 Grad gesperrt. Nehmt euch immer genug Getränke mit, es gibt dort nur zwei Wasserstationen. Hinweis: Das Wasser ist gechlort – ich konnte es nicht trinken. Man sagt pro Stunde soll man einen Liter Wasser rechnen. Am besten besorgt ihr euch auch für die Wanderung eine Kopfbedeckung und ein Moskitospray – dann könnt ihr den Wanderweg komplett genießen.

Tierwelt

Gerade hier kann man mit etwas Glück auf das ein oder andere Tier treffen. Einer der häufigsten Sichtungen sind die roten Kängurus, die bis zu 2 Meter groß werden. Auch Dingos (wilde Hunde) kommen in der Nähe der Aborigine Stämme vor. Achtung: Man sollte sich von ihnen fern halten, egal wie süß sie aussehen. Auch kleine Wallabys werden in Australiens Wüste gesichtet – das sind kleinere Kängurus. Relativ grußelig sieht der Dornteufel aus – eine kleine, orangerote Echse mit Stacheln bedecktem Körper. Im Gegenteil dazu gibt es noch die Riesenechsen Perentie, die einer der viertgrößten Echsen der Welt sind mit bis zu 2 m Länge. Denen möchte ich auch nicht unbedingt begegnen. Unter den Schlangen sind am häufigsten die Mulgaschlange und die Woma Python anzutreffen. Die Mulgaschlange injiziert von allen Giftschlangen Australiens die größte Giftmenge pro Biss – also Vorsicht. Letztendlich gibt es tausende Tiere in Australiens Outback, aber solange sie in Ruhe gelassen werden, werden sie euch auch in Ruhe lassen. Ich habe große Angst vor Reptilien und Spinnen und bin somit vor lauter Schreck weggerannt, als ich eine Schlange wenige Zentimeter neben mir aufbäumen sah. Am besten bleibt ihr ruhig und geht weiter.

Weitere Impressionen findet ihr hier:

Welche Erfahrungen habt ihr im Outback gemacht? Erzählt mir davon in den Kommentaren.

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Michelle
Hessen/Deutschland

Hey, mein Name ist Michelle. Ich habe - gemeinsam mit meinem Freund Christoph - die Leidenschaft des Reisen entdeckt. Ich möchte euch gerne Tipps für eure nächste Reise geben und euch mit meinen Reisezielen inspirieren. Ganz wichtig: jeder hat andere Vorstellungen vom Reisen - sei du selbst und lass dir nichts aufzwingen. Viel Spaß beim Lesen!

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