Amerika

Karibik Kreuzfahrt

By on 25. September 2019

AIDA Kreuzfahrt Florida und Karibik 

Im Dezember 2015 ging es zum zweiten Mal auf Kreuzfahrt. Da wir ganz gerne dem deutschen Winter entfliehen, entschieden wir uns für eine Kreuzfahrt in die Karibik mit Start in Miami, wo wir weitere 3 Tage im Voraus waren. In diesem Beitrag erzähle ich euch von unseren Erfahrungen auf dieser Reise und gebe euch den ein oder anderen Ausflugtipp.

Tag 1 – Miami

Da wir unsere Flüge immer separat buchen, ist es von Vorteil genug Zeit für den Anreisetag zu kalkulieren. Somit reisten wir 3 Tage vor dem eigentlichen Reise-Start an und erkundeten die Gegend auf eigene Faust. Hier findet ihr den entsprechenden Beitrag dazu.

Generell muss man einfach selbst wissen, ob man das Risiko einer Verspätung tragen möchte. Mindestens einen Tag im Voraus anzureisen empfehle ich definitiv, denn das Schiff wird bei Verspätungen nicht auf euch warten.

Wir ließen den ersten Tag auf unserem Zimmerbalkon mit einem wunderbaren Blick auf die Skyline von Miami ausklingen.

Skyline von Miami bei Nacht

Tag 2 – Miami – Port Canaveral

Schon am zweiten Tag unserer Karibik Kreuzfahrt ging es nordwärts Richtung Port Canaveral. Dort blieben wir einen Tag an Land, um uns die Gegend anzuschauen. Es standen einige Ausflüge auf dem Programm, unter anderem ein Ausflug in die Universal Studios Orlando, eine Fahrt durch die Mangroven vorbei an Wasservögeln und Krokodilen, sowie ein Tagesausflug zum berühmten Kennedy Space Center. Wir entschieden uns für letzteres und können es absolut empfehlen. 

Auf dem Weg zum KSC sahen wir sogar Alligatoren am Wegrand liegen. Das Center ist riesen groß, nur wenig davon ist aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Besucherzentrum lernt man alles über die Geschichte der Raumfahrt der USA, viele originale Objekte sind ausgestellt. Im Apollo/Saturn V Center, welches von unserer Tour angesteuert wurde, kann man die zwei verbliebenen Saturn-V-Raketen, sowie die Raumfähre Atlantis bestaunen. Dort werden Missionen nachgestellt und man kann sich in Simulatoren setzen, um sich nur ein klein wenig vorzustellen, wie man sich wohl in einem solchen Gefährt gefühlt haben muss. Wirklich beeindruckend. Lasst euch nicht täuschen, ich dachte anfangs auch, dass der Ausflug eher etwas für Männer ist und kann sagen: Definitiv nicht.

Nach einem Erlebnisreichen Tag ging es dann zurück aufs Schiff.

Kennedy Space Center Florida

Tag 3 – Seetag

Einer der schlimmsten Tage meiner Kreuzfahrtreisen war dieser. Die Wellen waren bis zu 15 Meter hoch und klatschten gegen das Schiff. Der Kapitän fuhr eine kurzfristig geänderte Route, in der Hoffnung, es wird etwas ruhiger. Doch leider war dem nicht so. Man traf fast keine Menschenseele an Deck. Überall in den Fluren hingen „Kotztüten“ und der Arzt hatte alle Hände voll zu tun. Meinem Freund machte das ganze relativ wenig aus, doch mir war unheimlich schlecht. Die ganzen Hausmittelchen nützen leichter nichts. Am Abend versuchte ich dann doch mal etwas zu essen, doch als die Weingläser von den Tischen fielen und ich keinen geraden Schritt am Büffet gehen konnte, legte ich mich ins Bett. Genau wegen solcher Momente werde ich immer wieder eine Balkonkabine buchen, denn mir hilft es sehr den Horizont und die Wellen zu sehen.

Sonnenuntergang auf dem Schiff

Tag 4 – Puerto Rico (San Juan)

Weiter geht es nach Puerto Rico. Die Insel ist die östlichste und kleinste Insel der Großen Antillen. Von historischen Gebäuden bis hin zu Regenwald gibt es hier alles zu sehen. Leider ist die Insel bekannt für Korruption, Drogenbanden und Diebstähle, somit sollte man gut auf sein Eigentum aufpassen.

Wir legten in San Juan an, ein Ort direkt an der Atlantikküste. In der Altstadt findet man wunderschöne Häuser im Kolonialstil, sowie zwei große Festungen an der Küste aus dem 16. Jahrhundert. Wir erkundeten vom Hafen aus alles zu Fuß, schauten uns die Stadt an und suchten uns im Anschluss einen schönen Strand.

Eine Festung auf Puerto Rico

Mit dem Taxi fuhren wir an einen etwas abgelegenen Strand, um dort den Rest des Tages ausklingen zu lassen.

Als wir bei Dämmerung zurück zum Schiff wollten, wurden wir von einem älteren Ehepaar gewarnt in der Dunkelheit nicht allein zum Schiff zu gehen. Also nahmen sie uns mit in ihren bewachten Garten, wo wir uns abduschen und trocknen konnten. Im Anschluss rief uns der Pförtner ein Taxi.

Strände auf Puerto Rico

Tag 5 – Tortola (Road Town)

Nächster Stopp unserer Karibik Kreuzfahrt: die britischen Jungferninseln. Die Strände dort können sich wirklich sehen lassen. Schon wenn man mit dem Schiff einfährt sieht man das klare hellblaue Wasser. Für mich war dieser Ort einer der Highlights meiner ganzen bisherigen Reisen.

Wir haben uns hier für einen Ausflug in den Nationalpark The Baths auf Virgin Gorda entschieden.

Mit einer Fähre ging es in 30 Minuten nach Virgin Gorda. Vor Ort wurden wir mit einem offenen Safari Bus zum The Bath Nationalpark gefahren. Am Ziel angekommen liefen wir mit unserem Guide über Stock und Stein zum Strand. Hier bilden riesige Granitbrocken verschiedenste Höhlen und eine große natürliche Badewanne. Das Wasser ist dort unfassbar klar. Da es das Highlight der Kreuzfahrer ist, ist es auch sehr touristisch.

The Bath Nationalpark

Zurück ging es durch einen kleinen Wald bis zum Busparkplatz und wieder mit der Fähre zum Schiff. Leider hatten wir nur 3 h für diesen Ausflug, was wirklich sehr kurz ist. 

In Road Town, der Hauptstadt Tortolas, kann man auf eigene Faust auch gut vom Hafen den Ort erkunden. Hier findet man nach 500 Metern schon tolle bunte Häuschen, Souvenir-Läden und Restaurants. Ist man gut zu Fuß, kann man noch den botanischen Garten besuchen oder das Old Government House, welches heute ein Museum ist. Im Umkreis befinden sich wunderschöne Karibikstrände, tolle Berge mit atemberaubenden Aussichtspunkten und Wanderwegen. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Ich wäre dort gerne länger geblieben.

Bunte Häuschen in Road Town

Tag 6 – Dom. Rep. (Samana)

Die letzte Insel der Karibik Kreuzfahrt wird an Tag 6 angefahren – die Dominikanische Republik. Wir hatten große Erwartungen an die Dom. Rep., immerhin ist sie einer der bekanntesten Karibik Ziele der Deutschen.

Der Norden ist das komplette Gegenteil vom südlichen Urlaubsort Punta Cana. Hier sind die Strände etwas dunkler und die Armut ist deutlich sichtbar. Nichts desto trotz gibt es auch im Norden tolle Ausflugsmöglichkeiten. Zum Beispiel kann man in der Bucht von Samaná von Dezember bis März Buckelwale beobachten, die zur Paarung dorthin kommen. Das muss ein einmaliges Erlebnis sein.

Wir entschieden uns für eine Bootstour in den nicht weit entfernten Los Haitises Nationalpark.

In Samana legte das Schiff nicht wie gewohnt am Hafenpier an, sondern ankerte 2-3 km entfernt von der Küste. Von hier aus wurden wir direkt mit Booten abgeholt und in den Nationalpark gebracht.

Vorbei an schroffen Kalksteinfelsen und dichten Mangrovenwäldern besuchten wir zwei Höhlen. Dort schauten wir uns Höhlenmalereien an, bei denen man sich kaum vorstellen konnte, das sie aus einer anderen Zeit stammen sollten. Leider waren hier extrem viele Stechmücken, also sprüht euch gut ein.

Auf dem Rückweg fuhren wir an Relikten einer ehemaligen Hafenanlage mit daraufsitzenden Königseeschwalben vorbei, sowie an einer riesigen Vogelinsel und dutzenden Fischerbooten.

Vogelinsel Los Haitises

Tag 7 – Dom. Rep. (Puerto Plata)

Weiter gehts zum letzten Stopp dieser Reise. Hier legten wir im neu angelegten Hafen Amber Cove an , mit riesigem Resort zum schwimmen, relaxen, ZIP Line fahren uvm.

Wir schlossen uns mit einem deutschen Ehepaar zusammen und fuhren gemeinsam in die Stadt Puerto Plata. Wir stiegen am zentralen Marktplatz aus und erkundeten zu Fuß die Stadt. Der Ort ist noch sehr ursprünglich, wenige Touristen, sehr viel Armut und ungewohnte Verhältnisse – für mich war dieser Ort ein richtiger Kulturschock. Wir suchten uns nach kurzer Zeit ein Plätzchen am Meer und gingen eine Runde schwimmen und ließen den letzten Landausflug ausklingen. Mit dem Taxi fuhren wir dann nach ein paar Stunden zurück zum Schiff.

Tag 8 – Seetag

Der letzte Seetag bricht an. Wir ließen an diesem Tag noch einmal alles Revue passieren Und genossen die Zeit mit unserer neuen Reisebekanntschaft. Am letzten Abend lässt sich die Crew meist ein ganz besonderes Abendessen einfallen, was für einen gelungenen Abschluss sorgte.

Tag 9 – Miami

In der letzten Nacht einer Kreuzfahrt werden die Koffer immer vor der Zimmertür abgeholt, um sie morgens am Hafenterminal bereitstehen zu haben. Von dort aus ging es für uns zum Fluighafen und mit Lufthansa zurück nach Deutschland.

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6 Comments
  1. Antworten

    Katrin Haberstock

    27. September 2019

    Hallo,

    Vielen lieben Dank für deinen schönen Bericht.
    Ich habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht. Aber dein Bericht hat Lust darauf gemacht es doch mal zu probieren. Vorallem diese tollen Ziele hören sich total schön an.
    Muss ich doch mal meinem Mann davon erzählen.

    Liebe Grüße
    Katrin Haberstock

    • Antworten

      Michelle

      13. Oktober 2019

      Hey Katrin,
      Danke für deine Rückmeldung. Es ist wirklich zu empfehlen, gerade weil man viele verschiedene Länder sehen kann und dafür nicht umpacken muss.
      Ganz klimafreundlich ist es nicht, aber ich denke, wenn man es nur ab und an alle paar Jahre macht ist nichts gegen einzuwenden.
      Gruß Michelle

  2. Antworten

    Lisa & Päddl

    11. Oktober 2019

    Ahhh, da kommt man wieder direkt ins schwärmen! Wir waren 2018 mit der AIDA Diva in der Karibik unterwegs und würden es jederzeit wieder machen!

    Die Route ab Miami klingt auch traumhaft. Das wäre auch etwas für uns. Wir sind damals nämlich ab Barbados gestartet. *g*

    • Antworten

      Michelle

      13. Oktober 2019

      Hey Lisa und Päddl,
      das klingt aber auch toll ab Barbados.
      Es gibt so viele tolle Orte in der Karibik.
      Grüße an euch.

  3. Antworten

    Kerstin

    11. Oktober 2019

    Oh wie schöööön!! Ich würde auch gerne mal eine Karibik Kreuzfahrt machen, die Fotos sind ein Traum. Du hast mir jetzt richtig Lust gemacht ☺️

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Antworten

      Michelle

      13. Oktober 2019

      Hallo Kerstin,
      wie schön, so soll es sein. 🙂
      Vielleicht machst du ja auch mal eine.
      LG

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Michelle
Hessen/Deutschland

Hey, mein Name ist Michelle. Ich habe - gemeinsam mit meinem Freund Christoph - die Leidenschaft des Reisen entdeckt. Ich möchte euch gerne Tipps für eure nächste Reise geben und euch mit meinen Reisezielen inspirieren. Ganz wichtig: jeder hat andere Vorstellungen vom Reisen - sei du selbst und lass dir nichts aufzwingen. Viel Spaß beim Lesen!

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