Europa

Eine Woche Teneriffa Süd

By on 1. August 2019

Wohin im Frühling reisen, wenn man keine große Fernreise machen möchte und trotzdem gern schwimmen mag? Wir haben lange hin und her überlegt und uns schlussendlich für eine spontane Reise nach Teneriffa im April entschieden. Wir hatten einige Vorurteile gegenüber der „Aussteiger- und Rentnerinsel“. Lest selbst, wie unsere Erfahrungen letztendlich waren.

Drohnenaufnahme von Costa Adeje

Unterkunft 

Da wir sehr spontan buchten und uns diesmal wirklich eine Woche lang um nichts kümmern wollten (Kochen, Einkaufen) entschieden wir uns für das Hotel Jardin Tropical. Und wir waren wirklich begeistert. Das Essen bzw. Buffet ist super lecker und die kleinen Restaurants sind auch zu empfehlen. Wir hatten ein Zimmer mit Pool-Blick und Balkon, der abends zum Entspannen eingeladen hat.

Hotel Jardin Tropical

Die Zimmer waren mit Klimaanlage ausgestattet, modern ausgestattet und wurden täglich gereinigt. Es gibt dort 2 Außenpools, einer davon ist nicht beheizt und wird täglich mit frischen Meerwasser aufgefüllt. Die komplette Anlage ist wunderschön hergerichtet – schaut selbst auf den Bildern. Ein weiterer Plus-Punkt ist die zentrale Lage zum Hafen und der Promenade.

Blick vom Balkon des Hotels

Transfer & Umgebung

Unterwegs waren wir in Costa Adeje zu Fuß. Auch wenn es teilweise etwas bergig ist, kann man hier alles bestens ohne Auto erreichen. Will man etwas mehr von der Insel sehen, dann sollte man sich ein Auto mieten.  

Für 2 Tage mieteten wir uns einen kleinen Fiat Punto im Hotel. Das Auto wurde uns morgens zum Hotel gebracht und am nächsten Tag abends von uns auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt.

Kosten: 42 € /Tag – je mehr Tage, desto günstiger natürlich

Gerade für die vielen Serpentinen hoch in den Teide Nationalpark oder nach Masca empfiehlt sich definitiv ein kleines Auto, da die Straßen hier unheimlich eng sind. Die Verkehrszeichen sind ähnlich wie in Deutschland und selbsterklärend. Aber Achtung, hier gibt es viele Blitzer und Kontrollen. Also haltet euch an die Geschwindigkeit, vor allem im Nationalpark.

Blick auf den Vulkan Teide

Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten 

In Costa Adeje direkt gibt es viele Restaurants, Souvenir Shops, Supermärkte, Bars und Strände. Ein Strand ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Denn die meisten Strände hier sind durch dunklen Sand, wegen des Vulkans, geprägt. Der Strand Playa Del Duque war eher eine Ausnahme in diesem Gebiet, als sei man gerade in der Karibik. Große Felsen links und rechts und strahlend blaues Wasser, grober Sand und wie soll es auch anders sein, natürlich ganz viele Touristen. Das Meerwasser war im April noch sehr kühl, aber man konnte schwimmen an warmen Tagen.

Weitere Strände in der Umgebung sind zum Beispiel noch Playa De Fanabe, Puerto Colon Beach und Playa de las Americas.

Playa del Duque

Eine weitere Attraktion in diesem Gebiet sind die Walbeobachtungstouren, welche direkt im Hafen nebenan starten. Wir waren mit White Tenerife und dem Segelboot unterwegs. Für mich vorerst die letzte Segelboot Tour, da ich ziemlich seekrank war. Trotz allem wurden wir kostenlos mit Getränken und Snacks versorgt. Zu Beginn konnten wir viele Delphine sehen und mit ganz viel Glück auf dem Rückweg noch eine große Grindwal-Familie. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, diese wahnsinnig faszinierenden Tiere hier in freier Wildbahn zu sehen.

Ein Wal

Da wir für 2 Tage das Auto hatten, konnten wir fast die komplette untere Insel abfahren. Also machten wir uns an Tag 1 auf den Weg zu unserem Highlight, dem Vulkan Teide. Wir fuhren morgens gegen 10 Uhr los Richtung Chio, um von dort durch den Nationalpark zu fahren. Der Weg über Arona sieht zwar näher und kürzer aus, ist aber leider von den Touri Bussen der meist gewählte Weg und somit ziemlich überfüllt am Morgen.  

Es ging durch unterschiedlichste Natur, von bewachsenen Hängen über Walder mit Bäumen bis hin zur Mondlandschaft.

Angekommen auf ca. 2000 Metern Höhe suchten wir uns einen Parkplatz. Das war leider nicht wirklich einfach. So mussten wir am Parkplatz “Minas De San Jose” parken und ca. 3,5 km bis zum Startpunkt des eigentlichen Teide-Wanderwegs „Montaña Blanca Sendero“ laufen.

Auf dem Weg zum Startpunkt Montana Blanca

Von hier waren es 9 km bis zum Ziel auf dem Vulkan. Die Natur dort oben ist wirklich der Wahnsinn. Von hier aus sieht man die Wolken unter sich schweben, nur wenige Pflanzen schaffen es hier bei diesen Extremen zu wachsen. Der Wind pfeift stark, die Sonne knallt und es ist relativ kalt dort oben.

Leider war an diesem Tag die Seilbahn still gelegt wegen des Windes, sodass wir den kompletten Weg zurücklaufen mussten. Somit entschieden wir uns auf ca. 3200m umzudrehen. Wenig Wasser, 2 Äpfel und Bananen und kein Sonnenschutz waren nicht die besten Voraussetzungen für diesen langen Weg. Insgesamt wanderten wir an diesem Tag 22 km auf 2000-3200m Höhe, was wir definitv für eine erste Wanderung unterschätzten.

Der Blick von 3200 m Höhe

Auf dem Rückweg ging es durch Arona zurück nach Costa Adeje.

Einen Parkplatz findet ihr kostenfrei hier: 38660 Costa Adeje, Provinz Santa Cruz de Tenerife, Spanien 

Ganz wichtig: Solltet ihr eine Wanderung an den Kraterrand des Teide planen, reserviert euch hier schon weit im Voraus ein Ticket, denn diese sind teilweise über 6 Monate ausgebucht.

Am zweiten Tag ging es für uns vorerst Richtung Masca. Einen ersten Fotostopp machten wir in Los Gigantes – ein Ort mit einer imposanten Schlucht, denn hier fallen die Felsen bis zu 450m senkrecht ins Meer.

Der Blick auf Los Gigantes

Weiter ging es über sehr enge Straßen nach Masca – ein Bergdorf im Teno-Gebirge. Von hier kann man einige Wandertouren starten, u.a. durch die bekannte Masca- Schlucht. Wir schauten uns das kleine Dorf an und waren total begeistert. Auch hier gibt es tolle Souvenir Shops und Restaurants mit wunderschöner Aussicht.

Masca

Weiter ging unser Weg durch die Berge Richtung Los Silos, Garachico und letztendlich Icod de los Vinos. Auf dem Weg dorthin gibt es wirklich dutzende Fotostopps. Nehmt euch die Zeit dafür, es lohnt sich.

In Icod schauten wir uns den wohl ältesten Baum der Kanaren an – den Drago Milenario. Er gilt als Wahrzeichen Teneriffas und wird auf ein Alter von 600-800 Jahren geschätzt. Stolze 16 Meter hoch ist er und hat einen Umfang von ganzen 6 Metern. Eintritt: 5€ / Erw.

Drago Milenario

Wer sich den Eintritt sparen möchte, denn im Park befinden sich lediglich Hühner und Pflanzen, kann im Umfeld auf einem Plateau auf den Baum schauen.  

Über die Autobahn ging es dann auf direktem Weg nach Vilaflor, wo wir uns den Baum Pino Gordo anschauten. Ein Pinienbaum der einen Durchmesser von 9 Meter und eine Höhe von Meter hat. Wahnsinn, oder? Falls ihr mal in der Nähe seid schaut ihn euch an, er steht direkt an der Straße zum Teide.

Pino Gordo

Im Anschluss fuhren wir zurück nach Costa Adeje und ließen den Abend ausklingen.  

Passt gut auf eure Wertsachen auf und nehmt am besten alles im Rucksack mit. Leider kommt es auf Teneriffa sehr oft zu Diebstählen und Autoaufbrüchen.

Weitere Impressionen


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12 Comments
  1. Antworten

    Alexa

    4. August 2019

    Hey Michelle,

    Hach, Teneriffa!
    Ich mag die Insel sehr. Nur bin ich mit dem Bus durch die Gegend getuckert. Auch eine Erfahrung wert.

    Liebe Grüße, Alexa

  2. Antworten

    Julia

    5. August 2019

    Super Beitrag. Danke für deine Tipps von Eurer Teneriffa Reise. Weiter so.
    Liebe Grüße aus Bayern.

  3. Antworten

    Sabrina Bechtold

    5. August 2019

    Hey Michelle,

    ich liebe Teneriffa, einer meiner liebsten Inseln der Kanaren. So eine vielseitige Landschaft und so unendlich viele Wandermöglichkeiten!
    Den Teide Nationalpark fand ich besonders beeindruckend! So über den Wolken zu sein war schon mehr als faszinierend!
    Ach, und in Masca habe ich genau das gleiche Foto wie Du gemacht 🙂

    Liebe Grüße,
    Sabrina

  4. Antworten

    Alexa

    6. August 2019

    Hey Michelle,

    hach, Teneriffa 💙
    Ich bin damals mit dem Bus über die Insel gefahren. Der Teide war einer meiner liebsten Orte. Wusste gar nicht, dass man zu dem Aussichtspunkt von der Seilbahn auch hoch laufen kann. An eurer Stelle wäre ich da aber bestimmt auch umgekehrt. Schade, dass die Seilbahn an diesem Tag nicht fuhr.

    Liebe Grüße, Alexa

  5. Antworten

    Alisa

    9. August 2019

    Liebe Michelle,

    danke für deinen Beitrag!
    Ich möchte unbedingt einmal nach Teneriffa! Es sieht so schön aus dort!
    Vor allem der Teide Nationalpark steht ganz oben auf meiner Liste 🙂

    Liebe Grüße,
    Alisa

  6. Antworten

    Kerstin

    10. August 2019

    Hallo Michelle,

    was für ein toller Artikel und die Bilder sind einfach ein Traum. Ich war auch schon mal auf Teneriffa, aber ich möchte unbedingt nochmal hin. Damals haben wir nicht soo viel gesehen und zum Baden war es leider zu kalt. Dein Artikel macht auf jeden Fall Lust, Teneriffa nochmal zu erkunden 🙂
    Liebe Grüße
    Kerstin

  7. Antworten

    Jana Stübing

    11. August 2019

    Moin Michelle. Ja ich dachte auch zuerst an eine Rentnerinsel. Aber Du hast so viele schöne Dinge gezeigt, es lohnt sich also doch.
    Danke Dir dafür.
    Grüße Jana

    • Antworten

      Michelle

      13. Oktober 2019

      Huhu,
      ja das dachte ich tatsächlich anfangs auch, aber wir waren wirklich begeistert.
      Gruß

  8. Antworten

    Moni

    16. August 2019

    Hey Michelle, toller Beitrag mit einem interessanten Blick auf die Insel. Liebe Grüße

  9. Antworten

    Lisa & Päddl

    21. August 2019

    Huhu Michelle, also Wale haben wir auch noch nieee gesehen. Und das auf Teneriffa – das hätten wir nicht gedacht. Es sieht traumhaft aus dort!

  10. Antworten

    Katrin Haberstock

    3. September 2019

    Toller Beitrag.
    Wale hatte ich auch gerne mal gesehen auf Teneriffa. Muss ich wohl noch mal hin.
    Deine Bilder machen Lust auf mehr.

    Liebe Grüße
    Katrin Haberstock

    • Antworten

      Michelle

      13. Oktober 2019

      Huhu,
      das mit den Walen war wirklich klasse.
      Kann ich nur empfehlen.
      Gruß

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Michelle
Hessen/Deutschland

Hey, mein Name ist Michelle. Ich habe - gemeinsam mit meinem Freund Christoph - die Leidenschaft des Reisen entdeckt. Ich möchte euch gerne Tipps für eure nächste Reise geben und euch mit meinen Reisezielen inspirieren. Ganz wichtig: jeder hat andere Vorstellungen vom Reisen - sei du selbst und lass dir nichts aufzwingen. Viel Spaß beim Lesen!

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